Pädagogisch-Psychologischer Dienst
Der Pädagogisch-Psychologische Dienst – PPD – ist in der Sophienpflege institutionell, strukturell und konzeptionell integriert. Er versteht sich als interdisziplinärer Fachdienst und ist zur Zeit mit einer Diplompsychologin, einem Diplompsychologen und einer Diplomsozialarbeiterin besetzt. Strukturell ist der PPD eine der Leitung als Stabstelle zugeordneter Dienst mit weitgehender Autonomie bezüglicher seiner Handlungskompetenz. Der PPD hat keine Entscheidungs- und Anordnungsbefugnisse. Alle Mitarbeitenden haben ein Recht auf Verschwiegenheit gegenüber anderen Funktionsträgern und auf vertraulichen Umgang mit Informationen. Der Dienst ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden der Einrichtung unterstellt.
Der Fachdienst ist für die Kinder und Jugendlichen in der Sophienpflege zuständig, wenn es um psychologische Diagnostik geht. Er hat einen direkten Zugang zu den Kindern und Jugendlichen. Sollten therapeutische Hilfen sinnvoll und notwendig sein, werden diese umfänglicher definiert als in der psychotherapeutischen Heilbehandlung üblich. Sie sind nicht einseitig ausgerichtet an Vorgaben spezifischer „klassischer“ Therapieschulen, sondern entsprechen eher einem vielfältigen methodischen Ansatz, der den meisten Störungsbildern im Kindes- und Jugendlichenalter gerecht wird.
Als weitere wichtige Aufgabe des PPD ist die regelmäßige Praxisberatung der pädagogischen Mitarbeitenden zu nennen. In dieser Beratung werden alltagsbezogene Handlungsvollzüge und Problemsituationen reflektiert und durch Vermittlung von pädagogisch-psychologischem Wissen Handlungsalternativen erarbeitet. Die Beratung bietet als Qualifizierungsangebot eine Struktur gebende Funktion durch Förderung von Kompetenz und Professionalität, wie z.B. praxisnahe Konzeptfindung, Erarbeitung Problem lösender Strategien, Erziehungsplanung, Arbeitsplanung oder Krisenberatung. Sie bietet aber auch emotionale Unterstützung an, indem sie die Distanzfindung, Konfliktverarbeitung, Neubewertung von Anforderungen und eigene Ressourcen fördert.
Auf Grund der Einbeziehung des unmittelbaren sozialen Umfeldes der Kinder und Jugendlichen leistet der PPD auch Beratung und Begleitung der betroffenen Eltern. Durch Zusatzqualifikationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann das Angebot ebenso auf familientherapeutische Maßnahmen erweitert werden. Hier ist die zielgenaue Kooperation mit den Jugendämtern, Schulen, Psychiatrien, Gerichten und anderen besonders wichtig.
