Schutz und Haltung
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat für uns oberste Priorität. Sie sollen sich bei uns sicher fühlen, ernst genommen werden und einen Ort finden, an dem sie sich frei und ohne Angst entwickeln können. Dafür tragen wir Verantwortung – jeden Tag.
Wir setzen auf vorbeugende Schutzkonzepte, die Gewalt in jeder Form verhindern sollen. Dazu gehören klare Regeln, verlässliche Strukturen und geschulte Mitarbeitende, die aufmerksam hinschauen und handeln, wenn etwas nicht stimmt. Unser Ziel ist es, Risiken früh zu erkennen und Kinder und Jugendliche zu stärken, damit sie ihre eigenen Grenzen wahrnehmen und ausdrücken können.
Schutz bedeutet für uns auch eine klare Haltung. Wir treten entschieden jeder Form von Gewalt, Diskriminierung und Ausgrenzung entgegen. Das gilt unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung oder kulturellem Hintergrund. Jedes Kind und jeder junge Mensch hat das Recht, in seiner Persönlichkeit respektiert und angenommen zu werden.
Gleichzeitig sind unsere Arbeit und unser pädagogisches Handeln fest in demokratischen Werten und einem christlichen Menschenbild verankert. Die Würde jedes Menschen ist für uns unantastbar. Respekt, Nächstenliebe, Verantwortung füreinander und ein friedliches Miteinander bilden die Grundlage unseres Handelns. Radikale, extremistische, demokratie- oder menschenverachtende Einstellungen – gleich welcher Art – haben bei uns keinen Platz.
„Wir verpflichten uns zum Schutz der Kinder und Jugendlichen und zur Achtung der Kinderrechte in unseren Einrichtungen.“
(aus der Selbstverpflichtungserklärung der Diakonie, von der Sophienpflege unterzeichnet)
Vielfalt verstehen wir als Teil unserer gesellschaftlichen Realität und als Chance für gemeinsames Lernen. Wir fördern ein Miteinander, das von Offenheit, gegenseitigem Verständnis und Toleranz geprägt ist. Dabei begleiten wir Kinder und Jugendliche alters- und entwicklungsangemessen, geben Orientierung und vermitteln Werte, die ein respektvolles Zusammenleben ermöglichen.
Als multiprofessionelles Team bringen wir Erfahrung, Fachwissen und Engagement ein. Gleichzeitig reflektieren wir unser Handeln regelmäßig und entwickeln uns kontinuierlich weiter. So stellen wir sicher, dass unsere Schutzkonzepte wirksam bleiben und den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht werden.
Unser Anspruch ist es, geschützte Lern- und Lebensorte zu schaffen, in denen Kinder und Jugendliche Halt finden, ihre Persönlichkeit entfalten und Schritt für Schritt ihren eigenen Weg gehen können – sicher, begleitet und mit dem Vertrauen, dass ihr Wohl bei uns im Mittelpunkt steht.
Unsere Schutzkonzepte
Die Grundbausteine der Schutzkonzepte in der Sophienpflege beinhalten Standards zur Vorbeugung, zur Vorgehensweise bei Gefährdungen und Risiken, zur Notfall-Intervention und Nachsorge im Verdachtsfall. Zu folgenden konkreten Themen werden den Mitarbeitenden partizipativ erarbeitete Materialien wie Handlungsleitfäden und vertiefende Informationen zur Verfügung gestellt:
- Risiko- und Gefährdungsanalyse
- Verhaltenskodex für die Sophienpflege und die einzelnen Bereiche
- Inhalte zu Achtsamkeit, Nähe und Distanz
- Vertiefungstexte zum Gewaltschutz, wie rechtliche Rahmenbedingungen, Formen sexualisierter Gewalt, Strategien von Täterinnen und Tätern sowie eine grenzachtende Kultur im Umgang miteinander
- Sexualpädagogisches Konzept mit Vertiefungstexten zu Vielfalt und Diversität, Umgang mit Paarbeziehungen, rechtlichen Grundlagen
- Personalgewinnung, -auswahl, -einarbeitung
- Partizipations- und Teilhabeprozesse
- Beschwerdemanagement
- Notfall- und Interventionspläne
- Dokumente zur Aufarbeitung und Rehabilitation
Über regelmäßige Schulungen und Gesprächsangebote verankern wir eine lebendige Auseinandersetzung mit diesen Themen. Denn wir möchten, dass wir uns in der Umsetzung der Schutzkonzepte auf Basis unserer im Leitbild vereinbarten Werte verstehen. Dazu ist es wichtig, dass wir uns mit Ansichten, Meinungen, Wertevorstellungen, Erfahrungen gemeinsam befassen. Die einzelnen Teams werden dabei von unseren pädagogischen Fachdiensten "Medienpädagogik", "Sexualpädagogik", "Pädagogisch-Psychologische Dienst PPD" unterstützt. Deren spezifisches Fachwissen hilft in allen Bereichen der Sophienpflege einerseits bei speziellen oder kurzfristigen Herausforderungen im Alltag, andererseits bei der fachlichen Weiterentwicklung der Schutzkonzepte.